aus unserem Blog:
zur Blog-Übersicht

MISE - Achtsamkeit in der Psychotherapie

Manchmal sind wir uns selbst ein Rätsel. Wir spüren beispielsweise Stress und Unruhe; wir sehen aber nicht, wie uns eine berufliche Aufgabe gerade überfordert.
Manchmal sind wir uns selbst ein Rätsel. Wir spüren beispielsweise Stress und Unruhe; wir sehen aber nicht, wie uns eine berufliche Aufgabe gerade überfordert.

Manchmal sind wir uns selbst ein Rätsel. Wir spüren beispielsweise Stress und Unruhe; wir sehen aber nicht, wie uns eine berufliche Aufgabe gerade überfordert. Oder: Da steht jemandem vor Besprechungen Angstschweiß auf der Stirn. Er bringt dies nicht in Verbindung damit, dass er ungerne vor Gruppen komplizierte Dinge in Worten beschreibt.

Eine „Situation X“ ruft das „Gefühl Y“ hervor. Da ist eine Verbindung. Sie zu kennen hilft weiter. Sie erlaubt uns, einen Schritt nach vorne zu tun. Wir könnten die Situation verändern oder uns persönlich weiterentwickeln. Damit würden wir unsere Gefühlswelt besser ausbalancieren: Bei überfordernden beruflichen Aufgaben um Hilfe bitten. Oder bei Besprechungen Kompliziertes mit Stift und Papier erklären statt mit Worten. Es gibt fast immer eine Lösung. Wir müssen nur die Zusammenhänge erkennen.

Doch dafür fehlt uns häufig Achtsamkeit. Wir müssen lernen, die Verbindung von Situationen mit Gefühlen zu durchschauen. „Diese Achtsamkeit können Sie trainieren“, wissen die psychologischen Psychotherapeuten Dr. Sabrina Blawath und Martin Nachtsheim von der Praxis Blawath & Nachtsheim (Bonn). In der Beratung arbeiten sie mit dem Konzept MISE, das von den beiden Psychologen entwickelte Konzept Mindfulness based self enhancement basiert auf wissenschaftlichen Erkenntnissen zur Achtsamkeit, zur Verhaltenstherapie und Coaching. Bei MISE geht es darum, mehr über sich mitzubekommen und diese Erkenntnisse für die eigene Weiterentwicklung zu nutzen.

Wie gehen Dr. Sabrina Blawath und Martin Nachtsheim in ihrer Praxis vor? Ein Beispiel: Sie erinnern ihre Klienten daran, achtsam zu sein. Beispielsweise senden sie ihnen eine SMS zur Erinnerung beispielsweise ein „Emotionsprotokoll“ zu schreiben. Fragen können sein: In welcher Situation befindest Du Dich jetzt im Augenblick? Welches Gefühl hast Du? Wie intensiv ist es? Welche physiologischen Reaktionen beobachtest Du bei Dir (etwa schwitzende Hände oder eine zur Faust geballte Hand)? Was tust Du dann? Und: Was könntest Du verändern, damit es Dir besser geht?

Bei dieser Achtsamkeit in Kombination mit klassischen Verhaltenstherapeutischen Ansätzen und Ansätzen des pragmatischeren Coaching geht es nicht um Bewertung von Gefühlen oder Rechtfertigung für das eigene Handeln. „Es kommt darauf an, das eigene emotionale Leben zu enträtseln und sich Schritt für Schritt weiterzuentwickeln, die eigenen Ressourcen zu stärken und sich der eigene Kompetenzen und Entwicklungsmöglichkeiten bewusst zu werden“, sagt Dr. Sabrina Blawath.

 

Aktuelles
Praxisbilder